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performance:  aufstehen macht die hände frei . kunstkasten winterthur 2020

performance:  standing up frees your hands  .  kunstkasten winterthur 2020

eduard otto baumann, der Bewegte lebt seit 2000 in Winterthur. Erstes Aufsehen erregte Baumann in den 90ern als seine kubisch, sakralen Objekte über die Schweizer Alpen nach Mailand gespült wurden. Sie inszenierten sich dort in einer Erdlawine an einer internationalen Messe. Ein naturgewaltiges, monolithisches Werk. Das Ergebnis einer menschlichen Arbeit, verkrustetes Aufbrechen auf diesem Planeten, in diesem System, dieser Galaxie und im unendlichen, meist leeren Universum. Die Objekte, evozieren als Bilder manche Verbindungen. Baumann hat in seiner Tätigkeit als Künstler viele Präsentationen seiner Objekte in performativen Akten zu Bildern einer Geschichte verwandelt – ohne diese jeweils ganz zu erzählen. Er macht aufmerksam, regt an, sich eigene Gedanken zu machen. Er ist seit über 30 Jahren übergreifend in Kunst, angewandtem Design und der inszenierten Architektur unterwegs. Gerne mischt Baumann dabei diese einzelnen Felder und verwendet Strategien aus dem einen Bereich im anderen an. Eine Wanderschaft mit solch skulpturalen Objekten ist für Baumann nicht untypische. Besonders wenn sie jeweils an ausgewählten Orten hingestellt werden. In sich lassen sich so kleine Statements vermuten. Fotografiert und auf den medialen Netzwerken verbreitet bilden sie oft den Weg als flüchtiges Narrativ hin zu aktuellen Arbeiten. Seine neuen Werke ordnen sich konsequent entlang einer eigenen Symbol- und Formensprache, nach physikalischen und naturwissenschaftlichen Gesetzen und einem biologischen Raster, der Zellteilung - zwei, vier, acht und so weiter. So werden Baumann's Proportionen geboren. Ein schwarzer allumfassender Raum grenzt zwingend in einer Senkrechten an einen zweiten materiellen Bereich. Schlussendlich ist es das Aufstehen, das Wechseln von der Horizontalen in die Vertikale, das einen Akt gegen die Schwerkraft darstellt – und einem so die Hände befreit. Sie können tätig werden und durch das werken Wissen erzeugen, fortschreiten. Nichts ist fest, alles ist bewegt und verändert sich fortschreitend . . .

 

Winterthur, Mai 2022

eduard otto baumann, the moving one has been living in Winterthur since 2000. Baumann first attracted attention in the 90s when his cubic, sacred objects were washed over the Swiss Alps to Milan. They staged themselves there in an avalanche at an international trade fair. A natural, monolithic work. The result of a human labor, encrusted cracking on this planet, in this system, in this galaxy and in the infinite, mostly empty universe. The objects, as images, evoke some connections. In his work as an artist, Baumann transformed many presentations of his objects in performative acts into images of a story - without telling them in full. It draws attention and encourages people to think for themselves. He has been active in art, applied design and staged architecture for over 30 years. Baumann likes to mix these individual fields and use strategies from one area in the other. Wandering around with such sculptural objects is not untypical for Baumann. Especially when they are placed in selected locations. In itself, such small statements can be assumed. Photographed and distributed on the media networks, they often form the path as a fleeting narrative to current works. His new works are consistently arranged along his own language of symbols and forms, according to physical and scientific laws and a biological grid, cell division - two, four, eight and so on. This is how Baumann's proportions are born. A black, all-encompassing space necessarily borders on a vertical line with a second material area. Ultimately, it is the standing up, the change from the horizontal to the vertical, that represents an act against gravity - and thus frees one's hands. You can become active and generate knowledge through the work, progress. Nothing is fixed, everything is in motion and progressively changing. . .

 

Winterthur, May 2022

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